Alter Tanker

Nach einigen Verhandlungen zur Finanzierung
und letztendlich deren Sicherstellung eines
neuen Löschfahrzeuges gab es ein weiteres Problem.
Die Stadträte wollten einen Mercedes, die Feuerwehr
einen MAGIRUS. Am Ende konnte die Feuerwehr sich
durchsetzen und ein Tanklöschfahrzeug,
Fahrgestell Klöckner Humboldt Deutz A3500
mit Magirus Aufbau wurde beschafft.
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| Feierliche Einholung des "Alten Tankers" am 05.11.1954 |
Das Fahrzeug ist nach der Entschließung des Bayerischen Staatsministeriums des Innern vom 27.3.1954 Nr. ɪ A1-3750 a2 ausgeführt und auch als „Einheitstanklöschfahrzeug Typ Bayern“ bekannt. Wie damals üblich hatte das Fahrzeug als Signaleinrichtung zwei blauen Kennlichter nach vorne und ein Stösselwecker (auch Rasselwecker oder Motorkugelwecker). Die Amerikanische Besatzungsmacht zeigt sich durch die in der Dachmitte angebrachte Sirene mit rotem Blinklicht sowie dem ersten Kennzeichen „AB 680-766“ wobei AB für Amerikanische Zone Bayern steht. Diese Warneinrichtungen waren stillgelegt und sind jetzt für Treffen von historischen Löschgeräten und -fahrzeugen wieder aktiviert worden. Der Stösselwecker ist leider nicht mehr aufzufinden. Die beiden blauen Rundumkennleuchten und das Horn für das Sondersignal wie es bis dato bei BOS Fahrzeugen verwendet werden wurden nachträglich angebracht. Um weiteren Stauraum zu erhalten wurde ein Dachkasten im Eigenbau montiert. Im Auslieferungszustand war das Fahrzeug nur mit Winkern ausgerüstet. Blinker wurden nach Änderung der StVO von 1956 nachgerüstet.
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Fahrgestell: |
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Hersteller: |
Klöckner Humboldt Deutz |
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Baujahr: |
1954 |
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Erstzulassung: |
03. November 1954 |
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Fahrgestell: |
A3500 |
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Motor: |
F6L 614 |
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Hubraum: |
7927 ccm |
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Leistung KW/PS: |
92/125 bei 3500 U/Min |
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Geschwindigkeit: |
75 km/h |
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Typenschild Fahrgestell: |
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Typ: |
TLF 15 A |
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Fahrgestellnummer: |
19317/11 |
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Baujahr: |
1954 |
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zul. Gesamtgewicht: |
9200 kg |
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zul. Achsdruck vorn: |
3000 kg |
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zul. Achsdruck hinten: |
6200 kg |
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Typenschild Motor: |
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Motor: |
F6L 614 |
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Motor –Nr.: |
1637452-57 |
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Rahmennummer: |
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Nummer: |
19317/11 |
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Typenschild Pumpe: |
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Hersteller: |
MAGIRUS/Ulm |
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Pumpe Typ: |
PM615 |
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Fabrik Nr.: |
33014 |
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Q: |
1500 l/min |
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H: |
80 mWS |
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n Pumpe: |
4200 U/min |
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n Motor: |
2134 U/min |
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i: |
1:1,6 / 1:1,23 |
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Aufbau: |
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Hersteller: |
MAGIRUS/Ulm |
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Ausführung: |
TLF15/53 Typ Bayern |
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Aufbau-Nr.: |
9967/47 |
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Besatzung: |
1/5 (lt. Entschließung Vorn 2-3, Hinten 4 Sitzplätze) |
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Tankinhalt: |
2400 l |
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Pumpenleistung: |
1600 l bei 8 bar |
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Besonderheiten: |
Offener Pumpenstand |
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Dachstaukasten (Eigenbau) |
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Dienstzeit/Besitzer: |
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In Dienst gestellt: |
11/1954 |
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In Dienst bis: |
Gelegentlich noch 2. Abmarsch / Einsatzreserve |
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Besitzer: |
Freiwillige Feuerwehr Höchstadt a. d. Aisch |
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| Gemeinschaftsübung mit der FF Herzogenaurach und Erlangen auf dem Marktplatz in Höchstadt a. d. Aisch |
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| Auch ein namhafter Süßwarenhersteller konnte sich diesem historischem Jahr nicht verschließen. |
Prolog zur Fahrzeugweihe des Tanklöschfahrzeuges TLF 15 von Frau Gunda Völlner Anno 1954.
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Wir grüßen Euch herzlich Ihr lieben Gäste zu unserem schlichten heutigen Feste! Ihr fandet Euch alle im frohen Verein zur Weihe des Tanklöschfahrzeugs ein. Wir nehmen an, Ihr seid alle Kenner der Sorgen der Höchstadter Feuerwehrmänner: Die Kalamität wurde immer grasser, denn zum Löschen (des Feuers!) da braucht man Wasser und ganz zuerst Geld - wir mußten anbandeln mit Land- und mit Stadtrat; es gab ein Verhandeln, der eine zog hin der andre zog her, zuletzt siegte: Die Höchstadter Feuerwehr! Als endlich der Kostenpunkt ward erledigt, da hörten wir gleich eine andere Predigt; es machte die Frage uns viel Verdruß: Mercedes-Benz oder Magirus? Die Feuerwehr hatte "Magirus" entschieden, doch um stets zu wahren den inneren Frieden hat man dann auch noch den Stadtrat gefragt und der hat - natürlich - Mercedes gesagt! Da meinten die Wehrleute: "Das ich nicht lache, die Feuerbekämpfung ist unsere Sache; die Stadträte löschen fast alle nicht mehr (wenigstens nicht bei der Feuerwehr!)" Die Wehr weiß genau, wie man "Hochdruck" erreicht und hat dies nun deutlich dem Stadtrat gezeigt. Der ließ sich dann auch eines bessern belehren und ließ die Magirusleute gewähren!
Aber die Stadtväter sannen auf Rache und hatten Glück bei der nächsten Sache; als das Uniform-Spendengeld traf ein, da schauten die Wehrleute wehmütig drein, denn der unergründliche Stadtratssack verschlang den neuen Feuerwehrfrack! Doch ein richtiger Höchstadter Feuerwehrmagen kann auch eine bittere Pille vertragen und so blieb die Wehr dennoch groß und stark; sie geht nicht bankerott wegen 1000 Mark! Weil es beiderseits aber ein Pyrrhussieg, ward beendet der Tanklöschfahrzeugkrieg und es singen mit Schmelz wieder feurige Lieder gemeinsam die ehemals "feindlichen Brüder"; sie bilden heut, wenn ichs bei Licht beseh, in verkleinertem Maßstab die "E V G"
Nun steht Ihr am Ziel – Euer zähes Schaffen bescherte Euch neue Feuerwehrwaffen. Doch löschet in Zukunft Ihr sicher und schnell, denkt an Bürgermeister Herrn Anton Schell, an des Landrats Vertreter und des Stadtrates Schar (auch wenn sie nicht immer uns gleichgesinnt war!) und nicht zuletzt hat das Werk geschafft unsre rührige Feuerwehr-Vorstandschaft. Drum Dank Ihnen allen! Wir wollen versprechen, daß nie unsrer Sache die Treue wir brechen. Soweit unser frohes Auge schaut, laßt unseren Wahlspruch ertönen laut:
Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr! "Hoch lebe die Höchstadter Feuerwehr!!"
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Der „Alte Tanker“ auf Fahrt bei Treffen von historischen Löschgeräten und Löschfahrzeugen oder als Fotomotiv.
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| Als Fotomotiv bei der Hochzeit des Kameraden Emmerich |
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| 16.8.2009 im Schwäbischen Welzheim, ein Treffen mit über 100 Geräten und Fahrzeugen |
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| 19.6.2010 Treffen zum 150. Jubiläum in FF Bamberg bei der Abfahrt vom Domplatz |
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| 20.6.2010 In der Daimlerstadt Schorndorf |
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1. Thüringisch-Sächsisch-Fränkisches OLDTIMERTREFFEN FEUERWEHR Weißenbrunn-Rödental 19.Sep.2010
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