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Jahresrückblick 2003

Geschrieben von Reiner Kugler am .

Jahreshauptversammlung 1000 Jahre Höchstadt - und die Freiwillige Feuerwehr ist und war der Garant, dass es auch ein Höchstadt nach der Tausend-Jahr-Feier gibt. Und es ist keineswegs unbescheiden, wenn ich solche Aussagen treffe.

Nur durch den Beitrag aller Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Höchstadt konnte so manche Veranstaltung des Jubiläumsjahres erst geplant und dann erfolgreich durchgeführt werden. Die Feuerwehr Höchstadt hat Ihr Versprechen gehalten, im Jubiläumsjahr der Stadt Höchstadt mit vollem Einsatz mitzuwirken und Ihren Beitrag zu leisten. Dass diese großen Belastungen ohne große Diskussionen von meiner Mannschaft mitgetragen wurden, hat mich als Kommandant besonders gefreut. So hatte die Feuerwehr Höchstadt im letzten Jahr allein aus Anlass dieses Stadtjubiläums 30 zusätzliche Dienstleistungen in Form von Sicherheitswachen, Verkehrsregelungen und anderen freiwilligen Leistungen einzuplanen und durchzuführen. Der gesamte zeitliche Aufwand hierfür kann nur geschätzt werden, da für die notwendigen Vorbesprechungen, die Planungsarbeiten und die Nachbearbeitung keine eigene Statistik geführt wurde.

Beispielhaft für das Jubiläumsjahr möchte ich unsere Unterstützung bei der Aktion „Aisch in Flammen“, die in der Hauptsache vom Fischereiverein getragen wurde, nennen: Nach Anfrage der Verantwortlichen hatten wir uns bereit erklärt, den Fischereiverein zu unterstützen. Hierzu musste zunächst ein 20 mm starkes und über 60 m langes Stahlseil über die Aisch gespannt werden – auch für uns keine alltägliche Aufgabe! Dann mussten wir mit unserem Motorboot kurzfristig einspringen, weil auf einmal so viele lokale Prominente den Wunsch geäußert hatten, auf der Aisch mitzufahren, der Fischereiverein aber nicht genügend Boote hatte. Des weiteren mussten wir den Brandschutz am Abend der Veranstaltung sicher stellen, die Straßensperrungen durchführen und die Drehleiter zu Filmaufnahmen abstellen. Natürlich musste das Stahlseil auch wieder abgebaut werden. So hat die Feuerwehr nur für diesen einen Beitrag zum Stadtjubiläum mit 30 Feuerwehrdienstleistenden und über 70 Stunden Aufwand dafür gesorgt, das am Schluss (fast) alle zufrieden waren. Fast sage ich, weil wir von einem am Stadtjubiläum wohl nicht so interessierten Grundstücksbesitzer deutlich darauf hingewiesen wurden, er werde der Feuerwehr jedes von uns zerdrückte Blümchen auf seinem an die Aisch angrenzenden Grundstück in Rechnung stellten – es gabt halt nicht nur Jubiläumsbegeisterte.

Von diesem Beispiel abgesehen kommt man in Einsatzzahlen ausgedrückt auf etwa 2200 Stunden, die von 650 Feuerwehrdienstleistenden zum Stadtjubiläum als Beitrag der Freiwilligen Feuerwehr Höchstadt geleistet wurden.

Aber so wird das nicht weitergehen. Ich will in aller Deutlichkeit darauf hinweisen, dass es in Zukunft nicht weiterhin darstellbar ist, die Einsatzkräfte der Feuerwehr Höchstadt als willige und vor allem billige Arbeitskräfte einzusetzen. Freiwillige Leistungen und kostenlose Sicherheitswachen, wie sie im Ausnahmejahr 2003 erbracht wurden, wird es so nicht mehr geben!

Neben den Veranstaltungen zur 1000-Jahr-Feier hatte die FF Höchstadt natürlich auch noch ein „ganz normales Feuerwehrjahr“ abzuarbeiten.

Im Berichtsjahr 2003 wurde die Freiwillige Feuerwehr Höchstadt a. d. Aisch bei 151 Einsätzen tätig. In allen Fällen konnte fachgerechte Hilfe geleistet werden. Gegenüber dem Vorjahr reduzierten sich die Pflichteinsätze in erster Linie aufgrund ausgebliebener Sturmschäden um 19, also um etwa 12 Prozent.


Hierbei hatten wir 80 Einsätze im eigenen Zuständigkeitsbereich zu leisten, unterstützten 45 mal Nachbarfeuerwehren und fuhren 26 Einsätze auf der Bundesautobahn A 3 und der Bundesstraße B505.


Um einen Überblick über die Vielzahl der unterschiedlichen Einsätze zu geben, folgende Auswertung:

  • 41 Brandeinsätze entsprechen 27% der Gesamteinsätze
  • 82 Technische Hilfeleistungen entsprechen 54%
  • 6 Fehlalarme entsprechen 4%
  • 22 Sicherheitswachen entsprechen 15%

Bei den insgesamt 151 Einsätzen waren 2710 Feuerwehrdienstleistende 5364 Stunden im Dienst.

Aus der Aufstellung ersieht man, dass die Brandeinsätze, wie schon im letzten Jahr, etwa ein Viertel des Einsatzgeschehens ausmachen.

Bei Brandeinsätzen sorgt die Feuerwehr durch ihre Schlagkraft dafür, dass die Zerstörungswut des Feuers auf den Schadensumfang begrenzt bleibt, wie ihn die Feuerwehr beim Eintreffen an der Einsatzstelle vorfindet. Wird aber die Feuerwehr verspätet alarmiert oder werden die Regeln des vorbeugenden Brandschutz nicht beachtet, so kann keine Feuerwehr der Welt den Schaden auf dem Entstehungsort begrenzen.

Obwohl hinter jedem Einsatz persönliche Erlebnisse stecken, bleiben im besonderen große und folgenschwere Brände in Erinnerung.

So ein Brandeinsatz in Höchstadt am 15. November. Um 1:30 Uhr wurden wir zu einem Wohnhausbrand Am Grasigen Weg gerufen. Dort brannte ein Zimmer in voller Ausdehnung und die restlichen Räume in der Mansardenwohnung waren mit heißem, giftigen Brandrauch gefüllt. Drei Angrifftrupps mit C-Rohren hatten den Brand schnell unter Kontrolle gebracht. Zum Auffinden von Glutnestern musste die Wärmebildkamera des Landkreises aus Baiersdorf angefordert werden, weil solches Gerät in Höchstadt nicht vorhanden ist. Eine Brandwache verblieb bis 8:00 Uhr an der Einsatzstelle. Nur dem Umstand, dass der um 1:25 Uhr heimkehrende Sohn der Familie den Brand entdeckte, seine schlafenden Eltern weckte und aus der schon verqualmten Wohnung ins Freie brachte, ist es zu verdanken, dass die Eltern das Ereignis überlebten. Wieder ein deutliches Zeichen wie dringend notwendig Rauchmelder in Wohnungen sind. Leider werden viele Menschen halt nicht einmal aus dem Schaden oder den Schilderungen solcher Einsätze klug!

Die heißen Augusttage mit Tageshöchsttemperaturen um die 40 °C bedeuteten für die Feuerwehr auch extreme Waldbrandgefahr. Auf Anweisung unseres Kreisbrandrats Karl-Heinz Schalk wurde bei allen Wald- und Flächenbränden sofort die höchstmögliche Alarmstufe 3 ausgelöst, um drohenden Brandkatastrophen in unseren Wälder vorzubeugen.

Zur nachbarlichen Löschhilfe rückten wir am 24. März 2003 vormittags aus. Es war ein Wohnhausbrand in einer östlich von Höchstadt gelegenen Gemeinde gemeldet worden. Dort angekommen stellten wir fest, dass die 3 gemeindlichen Feuerwehren nur wenige Einsatzkräfte stellen konnte. Die Feuerwehr Höchstadt, die mit einem 20 Mann starken Löschzug vor Ort war, bewältigte die Hauptlast des Einsatzes. Der Kellerbrand wurde mit 4 Trupps über zwei verschiedene Angriffwege gelöscht und mit Hochleistungslüftern wurde das Gebäude rauchfrei geblasen. Möge dieser Einsatz auch ein deutlicher Hinweis an alle sein, den Dienst der Feuerwehr und die Mitgliedschaft in einer Feuerwehr mit allen Mitteln und Möglichkeiten zu unterstützen, gerade im Hinblick auf die zunehmende Problematik der fehlenden Mannschaftsstärke und Tagesalarmsicherheit in so mancher Feuerwehr.

Bei den technischen Hilfeleistungen - zum einen Personenrettung aus einer Gefahrenlage, zum anderen Schutz von Sachwerten – zählten wir im letzten Jahr 82 Einsätze.

Gerade bei schweren Verkehrsunfällen werden wir besonders gefordert. Schwerverletzte und Tote sind Eindrücke, die oft nur schwer zu verarbeiten sind. Dank der guten technischen Ausrüstung konnten wir stets rasche Hilfe leisten. Im Jahr 2003 wurden wir zu 17 Unfällen gerufen und haben dabei 6 Personen gerettet.

Beispielhaft möchte ich stellvertretend für die oft schwierigen Rettungsarbeiten an drei Einsätze erinnern.

Am Faschingsdienstag wurden wir um 13.00 Uhr zu einem Unfall auf der Straße zwischen Etzelskirchen und Limbach gerufen. Ein PKW war nach rechts von der Fahrbahn abgekommen, mit dem Fahrzeugdach gegen einen starken Baum geprallt und eine sechs Meter tiefe Böschung hinabgestürzt. Mit unseren Rettungszylindern haben wir die zwischen dem Dach und den Sitzen eingeklemmte Fahrerin befreit. Kaum war die Fahrerin befreit, wurde der für den weiteren Einsatz nicht mehr benötigte Teil der Mannschaft zurück geschickt: Es galt, den Faschingumzug in Höchstadt abzusichern.

Innerhalb von nur drei Monaten hatten wir zusammen mit der Feuerwehr Lonnerstadt zwei schwere Rettungseinsätze durchzuführen: Auf der B 470 an der Kreuzung nach Sterpersdorf / Lonnerstadt war nach einem Verkehrsunfall eine Person zu befreien. Nach dem wir für den Notarzt eine Sichtungsöffnung im Unfallfahrzeug geschaffen hatten, musste dieser leider den Tod der Fahrerin feststellen. Der Feuerwehr bleib, den Leichnam zu bergen. Der zweite Unfall betraf eine Fahrein, die zwischen Ailsbach und Weingartsgreuth mit ihrem Fahrzeug von der Fahrbahn abkam und ihren Fuß unter dem Fahrersitz einklemmte. Auch hier konnten wir zusammen mit der Feuerwehr Lonnerstadt rasche Hilfe leisten.

Im November wurden wir zu einem Rettungseinsatz auf der Autobahn A 3 Höhe Raststätte Steigerwald alarmiert. Hier benötigten die Kollegen von der Feuerwehr Schlüsselfeld unsere Unterstützung. Ein Lkw-Fahrer war so stark in seinem Führerhaus eingeklemmt, dass die FF Schlüsselfeld bereits alle vorhandenen Rettungsmittel eingesetzt hatte, aber die Person noch nicht befreit werden konnte. Der lebensbedrohliche Zustand des Eingeklemmten zwang die beiden anwesenden Notärzte, eine Notamputation beider Füße zur Rettung des verunfallten Fahrers durchzuführen.

Die sonstigen Hilfeleistungen wie z.B. Türe öffnen bei akuter Gefahr, Schad-Insekten beseitigen, Ölspuren, Sturmschäden, Unwetterschäden, Suche nach vermissten Personen, Wasserschäden nach Rohr- und Schlauchbrüchen sowie andere freiwillige Tätigkeiten ergaben insgesamt 65 Einsätze.

Zu Beginn des Jahres 2003 habe ich mit dem Leiter unserer Polizeiinspektion über das Problem der Beseitigung von Ölspuren auf Verkehrsflächen gesprochen. Da die Verkehrssicherheit auf den Straßen Aufgabe des Straßenbaulastträgers ist, sollte er sich auch um diese Aufgabe kümmern und vorrangig zur Beseitigung von Ölspuren zum Einsatz kommen. Nur bei akuter Gefahr oder zu erwartender Umweltgefährdung ist die Feuerwehr zu alarmieren. Durch diese Zuständigkeitsfestlegung haben sich die bisher notwendigen jährlichen 20 bis 25 Ölspurbeseitigungen im Jahr 2003 auf 6 Einsätze verringert, die vor allem nachts und am Wochenende anfielen. Diese Klarstellung der Einsatzzuständigkeit war notwendig, weil es nicht länger hinnehmbar ist, wenn sich Feuerwehrkameraden wegen solcher Tätigkeiten bei ihrem Arbeitgeber für das Fernbleiben aufgrund eines Feuerwehreinsatzes entschuldigen müssen.

Bei den 105 Technischen Hilfeleistungen waren im Berichtsjahr 1322 Feuerwehrdienstleistende 2019 Stunden im Einsatz.

6 Fehlalarme ergaben sich dadurch, dass die Feuerwehr Höchstadt alarmiert wurde obwohl der Einsatz der Feuerwehr sich als nicht notwendig herausstellte oder ein Irrtum des Meldenden vorlag. Vorsorglich mussten hierzu 146 Feuerwehrleute in Bereitschaft versetzt werden.

Die 22 angefallenen Brandsicherheitswachen hielten wir in der Aischtalhalle, auf verschiedenen Plätzen und Straßen unserer Stadt und bei Johannisfeuern mit 177 Feuerwehrdienstleistende und 1411 Wachstunden ab.

Für die Sicherheitswachen werden wir künftig nicht umhin kommen, die gesetzlich vorgegebene Entschädigung in Höhe von etwa 10.- € an die Einsatzkräfte auszubezahlen und durch die Stadtverwaltung dem Verursacher und Anfordernden der Sicherheitswache wie vom Gesetzgeber gefordert in Rechnung stellen zu lassen!

Für die Einsatzbereitschaft und die aufgezeigten enormen Leistungen möchte ich mich hiermit bei allen aktiven Kameradinnen und Kameraden recht herzlich bedanken!

Um die Einsatzsatzaufgaben erfolgreich zu bewältigen, muss qualifizierte Ausbildung vorausgesetzt werden. Im letzten Jahr wurden hierzu insgesamt 48 Löschzugübungen, 2 Atemschutzgeräteträger-Übungen in Herzogenaurach, verschiedene kleinere Einsatzübungen und eine große Einsatzübung zur Feuerwehr-Aktionswoche mit unseren Nachbarfeuerwehren am und im Kaufland-Einkaufsmarkt in Höchstadt durchgeführt.

Zur Aus- und Fortbildung unserer Atemschutzgeräteträger erfolgt ein gesonderter Kurzbericht des Atemschutzbeauftragten Markus Emmerich:

An weiterer theoretischer Ausbildung aller Feuerwehrdienstleistenden, die im Jahr 2003 die Ausbildung für die Lehrgangsstufe Truppführer beinhaltete, fielen 36 Stunden an.

In 12 monatlich stattfindenden Dienstbesprechungen der Gruppen- und Zugführer wurden jeweils aktuelle Feuerwehrthemen und dienstliche Belange behandelt.

In Lehrgängen auf Landkreisebene und an den Staatlichen Feuerwehrschulen in Würzburg, Regensburg und Geretsried haben 31 Feuerwehrkameraden insgesamt 48 Ausbildungsgänge mit Erfolg bestanden.

Die Kameraden, die in unserem Katastrophenschutzzug ( LzR ) Dienst leisten, haben zusätzlich zur allgemeinen Feuerwehrausbildung 21 Stunden der besonderen Ausbildung für den Katastrophenfall erhalten.

Erstmalig haben wir einen Sprechfunklehrgang nach den erst im letzten Jahr erlassenen Ausbildungsrichtlinien in Höchstadt durchgeführt. Dank der Vorarbeit unserer 9 eigenen Ausbilder konnten alle 19 Teilnehmer den 21-stündigen Kurs erfolgreich abschließen.

Für die Bemühungen bei den Vorbereitungen und bei der Durchführung der Schulungen und Übungen bedanke ich mich bei allen Führungsdienstgraden. Ich hoffe, dass Ihr alle auch zukünftig weiterhin mit soviel Freude, Elan und Einsatzbereitschaft bei der Sache seid!

Welche Bedeutung als Informationsquelle und überörtlicher Ausbildungsstandort unser Feuerwehrhaus hat, zeigt die Tatsache, dass im letzten Jahr 10 Besuchergruppen geführt wurden und Ausbildungskurse mit zusammen ca. 280 Teilnehmern hier durchgeführt wurden.

Dass unser Wissen mittlerweile auch international gefragt ist, konnte im Jahr 2003 in unserer Partnerstadt Castlebar bewiesen werden. Anlässlich der dort stattfindenden Konferenz der irischen Feuerwehrführungskräfte hielt Dieter Püttner dort einen Vortrag zum Thema „Freiwillige Feuerwehr – Schutz der Gemeinde“ und stellte das System der Freiwilligen Feuerwehren sowie deren Organisation und Leistungsfähigkeit einem internationalen Publikum vor. Anscheinend tat er dies mit Erfolg, den eine weitere Einladung nach Irland liegt bereits vor.

Ganz besonders stolz sind wir auch auf unsere Jugendfeuerwehr, die uns Nachwuchs aus den eigenen Reihen garantiert. Hierzu ein gesonderter Bericht des Jugendfeuerwehrbeauftragten Markus Gunzl.

Zum Stichtag 31.Dezember 2003 stehen 119 Feuerwehrkameraden bei der Freiwilligen Feuerwehr Höchstadt in Dienst, darunter 13 Feuerwehrfrauen. 12 Jugendliche mit einem Alter zwischen 12 und 18 Jahren bereiten sich in der Jugendfeuerwehr mit großen Eifer auf die sie erwartenden Aufgaben vor.

Im Berichtsjahr hatten wir in der Einsatzabteilung 3 Austritte aus persönlichen und gesundheitlichen Gründen. Dem standen erfreulicherweise 7 Neuaufnahmen gegenüber.

Unser Aufgabenfeld wird ausschließlich in ehrenamtlicher Tätigkeit ausgeführt. Die soziale Gesinnung jedes Einzelnen von uns, Hilfe für andere freiwillig und jederzeit zu erbringen, wird von allen politischen Seiten unserer Stadt auf das herzlichste begrüßt. Die Unterstützung der Feuerwehr scheitert meist nicht am gutem Willen unseres Stadtrates, wohl aber an den zur Verfügung gestellten finanziellen Mitteln. Wir von der Freiwilligen Feuerwehr Höchstadt verstehen in Zeiten knapper Haushaltsmittel, dass Investitionen in Millionen Höhe nur in einen langfristigen Finanzrahmen passen – und genau den zeichnen wir seit langem vor.

Meine Damen und Herren aus dem Stadtrat, setzen Sie hierzu ein deutliches Zeichen, lassen Sie Ihren Worten des Dankes auch Taten folgen. Nicht für uns, sondern für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt. Erneut verweise ich sie alle auf die Notwendigkeit, sich intensiv mit den dringend notwendigen und seit langem anstehenden Ersatzbeschaffungen von Geräten, Ausrüstungen und Fahrzeugen zu befassen. Die notwendigen Anschaffungen und deren Prioritäten sind dem Stadtrat seit langem bekannt und wurden durch die Feuerwehr Höchstadt mehrfach wiederholt:

  • So ist eine Abgasabsauganlage in der Fahrzeughalle zu Installieren, die die Bedingungen der Arbeitsstättenverordnung erfüllt und uns vor den Dieselruß-Schadstoffen schützt
  • Besonders dringend ist das Tanklöschfahrzeug TLF 24/50 zu ersetzen. Es sollte für jedermann leicht nachvollziehbar sein, dass es nur eine Frage von Monaten ist, wann ein 26 Jahre altes Fahrzeug einen Einsatzauftrag nicht mehr mit der notwendigen Sicherheit erfüllen kann!
  • Es sind Garagen für sämtliche Anhängerfahrzeuge zu errichten, um alle Fahrzeuge entsprechend den Unfallverhütungsvorschriften unterbringen zu können.
  • Die schon 2001 genehmigte Telefonanlage für das Feuerwehrgerätehaus ist endlich einbauen zu lassen. Der vorgebrachte Hinweis, die Verzögerung liege am EDV-Beauftragten der Stadt, ist für uns nicht länger nachvollziehbar.

Man kann sicher sein, dass wir in der Feuerwehr sehr sorgfältig prüfen, was zur Erfüllung der Aufgaben der Stadt Höchstadt notwendig ist – aber die Stadt muss ihrer Pflichtaufgabe Brandschutz auch nachkommen. Notwendige Ersatzbeschaffungen werden durch Aufschieben nicht leichter oder schneller erledigt.

Die Freiwillige Feuerwehr ist eine Einrichtung der Stadt Höchstadt a.d. Aisch. Daher pflegen wir eine enge Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und den politischen Gremien. Im vergangenen Jahr war diese meist konstruktiver Art. Dafür danke ich im Namen aller Kameraden und ganz besonders im Namen der vielen Bürgerinnen und Bürger, denen wir helfen konnten oder die unsere Hilfe in Zukunft brauchen.

Kameraden, die Zusammenarbeit mit jedem einzelnen von Euch ist mir wichtig! Ich danke Euch für die Unterstützung und möchte mich an dieser Stelle auch für Euere Glückwünsche anlässlich der Steckkreuzverleihung bedanken. Selbst im kurzem Gespräch mit unserem Bayerischen Innenminister, Herrn Dr. Günter Beckstein, der mir das Steckkreuz in Rödental überreichte, erkannte dieser, dass nicht nur die Tausendjahrfeier in Höchstadt die Feuerwehr stark beschäftigt und bat mich, ich solle die besten Wünsche an meine Feuerwehr weiter geben.

Die Freiwillige Feuerwehr ist eine Einrichtung der Stadt Höchstadt a.d. Aisch. Daher pflegen wir eine enge Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und den politischen Gremien. Im vergangenen Jahr war diese meist konstruktiver Art. Dafür danke ich im Namen aller Kameraden und ganz besonders im Namen der vielen Bürgerinnen und Bürger, denen wir helfen konnten oder die unsere Hilfe in Zukunft brauchen.

Ich möchte mich bei Euch allen für die geleisteten Dienste bedanken. Nur dadurch ist es möglich, die Freiwillige Feuerwehr Höchstadt zu führen und die an uns gestellten Aufgaben zu meistern.

Weiter so!

Reiner Kugler
Kommandant

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