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Interessengemeinschaft technische Hilfeleistung übt den Ernstfall

Geschrieben von Florian Dürrbeck am .

Ausbildung Ein Verkehrsunfall mit zwei eingeklemmten Personen ist auch für die Aktiven der Feuerwehr Höchstadt keine Alltäglichkeit, so dass realitätsnahe Übungen umso wichtiger sind. Zu diesem Zweck fanden sich am Samstagmorgen die Bereitschaft des BRK Höchstadt und die Interessengemeinschaft „Technische Hilfeleistung (THL)“ der Feuerwehr Höchstadt auf dem Gelände des ADAC in Höchstadt ein.

Sechsmal im Jahr trifft sich diese Gruppe der Feuerwehr, um speziell im Bereich THL Übungsszenarien abzuarbeiten und sich weiterzubilden, denn immerhin machen 60% der Alarme in Höchstadt Einsätze der technischen Hilfeleistung aus.

Ein verunfallter PKW lag auf der Seite, ein weiterer fuhr in diesen und klemmte den Fahrer ein. Das war das Szenario, welchem sich die Höchstadter Feuerwehr zusammen mit dem BRK stellte. Mit einem Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug, einem Führungsfahrzeug und dem Rüstwagen 2, rückte die Feuerwehr an, um den „Opfern“ so schnell wie möglich zu helfen.

Schon beim Eintreffen an der Einsatzstelle muss sich der Einsatzleiter ein erstes Bild der Einsatzstelle machen, genannt „Lage auf Sicht“. Diese wird umgehend an die Leitstelle übermittelt. Jetzt kommt der wichtigste Teil eines beginnenden Einsatzes der Feuerwehr: die Erkundung. Der Einsatzleiter begibt sich zur direkten Einsatzstelle und macht sich ein genaues Bild der Lage. Dazu gehören unter anderem die Anzahl der Verletzten, wie viele beteiligte Fahrzeuge gibt es und wie sind die Personen in ihrem Fahrzeug eingeklemmt. Aufgrund dieser Lage trifft er zusammen mit dem Notarzt Entscheidungen, die den weiteren Verlauf des Einsatzes massiv beeinflussen. Die Kommunikation an der Einsatzstelle ist hier genauso wichtig, wie das Arbeiten am Patienten!

Als nächstes werden die zur Rettung benötigten Gerätschaften bereitgelegt und die Aufgaben auf die Trupps verteilt. Jeder der Aktiven hat mehrere Lehrgänge absolviert, um genau zu wissen was zu tun ist. Jeder Handgriff muss sitzen, denn Unwissenheit kann bei einem Feuerwehreinsatz ganz schnell zu größeren Schäden für die betroffenen Personen führen!

Einsatzleiter Andreas Kropf teilte routiniert seine Mannschaft ein und so war die erste Person ruck zuck aus ihrem Fahrzeug befreit. Schwieriger gestaltete sich die Rettung der zweiten Person. Diese war in einem seitlich liegenden Auto im Fußraum eingeklemmt und hatte außerdem noch mehrere Verletzungen, die umgehend vom BRK versorgt wurden. Nach einer Beurteilung der Lage und der Absprache mit dem Einsatzleiter des Rettungsdienstes, wurde eine Befreiung der Person mittels Rettungszylinder und Schneidgerät erfolgreich umgesetzt.

Ein abschließendes Resümee wurde durch den stellvertretenden Kommandanten Rudi Löhnert gegeben, der als Übungsbeobachter auftrat. Dieser lobte die Zusammenarbeit an der Einsatzstelle, wünschte sich jedoch auch einen etwas schnelleren Aufbau zu Beginn des Einsatzes. Übungsleiter Florian Dürrbeck bedankte sich bei den beiden Mimen für ihre Rolle als Unfallopfer und dem BRK.

Besonderer Dank gilt laut Dürrbeck der Firma Bauereiß, die jederzeit Ort und Gerät zur Verfügung stellt und ohne die eine Übung in diesem Ausmaß nicht möglich wäre. Unmittelbar nach der Übung ging es für die Feuerwehr Höchstadt zu ihrem vierten Einsatz an diesem Wochenende nach Adelsdorf.



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