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Einsatzübung Tiefenrettung

Rettung aus 14 m Tiefe Auf der Deponie in Medbach wurden zu Entwässerungszwecken Löcher mit ca. 6 m Durchmesser und einer Tiefe von bis zu 14 m gegraben. Hier wurden wir von der Betreiberfirma eingeladen an einer Rettungsübung teilzunehmen.

Die vorgegebene Lage war folgende: Ein Arbeiter erlitt einen Kreislaufkollaps bei arbeiten am Grund des Loches. Sein Vorrat an Atemluft beträgt noch ca. 30 min. Der von der Baufirma zu Rettungszwecken vorgehaltene Baukran mit Personengondel und elektrischer Winde ist ausgefallen.

Um 17:30 h trafen sich 15 Kameraden der FF Höchstadt mit vier Vertretern der Bergwacht Erlangen. Dies war sowohl für uns als auch für die Bergwacht die Möglichkeit Arbeitsmethoden und Geräte der jeweiligen Organisation kennen zulernen. Um 18:00 h fuhr der KdoW, TLF 16/25, DLK 23-12 und RW2 zusammen mit dem Fahrzeug der Bergwacht zur Deponie in Medbach. Hier wurde die DLK in Stellung gebracht während sich der Angriffstrupp ausrüstete. Aufgrund der besonderen Lage war es nötig, unter dem Pressluftatmer eine Pezel-Weste aus der Absturzsicherungsausrüstung zu tragen.

Der Angriffstrupp (AT) wurde über den an der Drehleiter befestigten Rollglis nacheinander zum verunglücken abgelassen. Der Truppmann nahm weiter noch einen Bergesack der Bergwacht mit. Am Grund wurde der Patient vom AT nach Kontrolle der Vitalfunktionen im Bergesack verschnürt. Dieser hat eine eingearbeitete Vakuummatratze, welche mit einer Handpumpe abgesaugt wurde. Der Bergesack wurde danach samt Patient in die Schleifkorbtrage der Feuerwehr Höchstadt gelegt und mit einem Mannschaftszug nach oben befördert. Als Begleitung des Patienten wurde der Angriffstruppführer mit Rollglis auf Höhe des verletzten gehalten.

Während der AT mit der Personenrettung betreut war wurden von der restlichen Mannschaft das Be- und Entlüftungsgerät in Stellung gebracht um eventuelle Gase aus dem Loch zu blasen. Weiter wurden ständig Ex-Messungen durchgeführt.

Bei der Nachbesprechung wurde von Kdt. Reiner Kugler die gute Zusammenarbeit mit der Bergwacht hervorgehoben. Diese, so hat sich herausgestellt, wird sich nicht nur auf diese eine Übung beschränken. Von Seiten der Betreiberfirma wurde die sehr zügige und doch ruhige Arbeit der Feuerwehr besonders geschätzt.


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