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Ausstellung "Unsere Luftwaffe"

Einsatzübung Am Sonntag den 11. Mai 2003 um 15:00 Uhr fand im Rahmen der Bundeswehr-Ausstellung „Unsere Luftwaffe“ auf dem Festplatz in den Aischauen eine gemeinsame Einsatzübung der Luftwaffe mit den Höchstadter Rettungsorganisationen statt.

Angenommene Lage: Ein angetrunkener Kraftfahrer verursacht nach einem Discobesuch einen Verkehrsunfall, an dem zwei Fahrzeuge beteiligt sind. Dieser Unfall wird von den als Darstellern fungierenden Soldaten der Luftwaffe sehr eindrucksvoll inszeniert. Im weiteren Verlauf nimmt man an, dass ein Fahrzeug der Bundeswehr zufällig die Unfallstelle passiert. Die Soldaten setzen über Mobiltelefon den Notruf ab und versorgen als Ersthelfer den Insassen in einem der beiden Pkws. Kurz nach dieser Rettungsaktion gerät der Pkw in Brand. Die an der Unfallstelle eintreffende Polizei übernimmt erste Sicherungsaufgaben und weist die Kräfte der Feuerwehr Höchstadt und des BRK - Höchstadt in die Lage ein.

Der Rüstzug der Feuerwehr Höchstadt errichtet mit seinen drei Fahrzeugen parallel zwei Einsatzabschnitte: Brandbekämpfung am ersten Pkw mit dem Löschgruppenfahrzeug LF16 und Menschenrettung aus dem zweiten Fahrzeug mit dem Tanklöschfahrzeug TLF 16/25 und dem Rüstwagen RW 2.

Für die Brandbekämpfung wird ein dreifacher Löschangriff, bestehend aus den Löschmitteln Wasser, Pulver und Schaum, aufgebaut. Dem Angriffstrupp des Löschgruppenfahrzeugs gelingt es, den Fahrzeugbrand nach kurzer Zeit unter Kontrolle zu bringen.

Die Personenrettung aus dem verunfallten Pkw erfolgt in enger Zusammenarbeit und Absprache zwischen der Feuerwehr, dem Notarzt Dr. Günter Roschmann und dem Rettungsdienst des BRK Höchstadt. Nachdem eine Sichtungsöffnung für den Arzt durch aufhebeln der Fahrertür geschaffen werden kann, wird entschieden, eine so genannte patientengerechte, extrem schonende Rettung durchzuführen, da Wirbelsäulenverletzungen anzunehmen sind. Daraufhin wird das Fahrzeug zunächst mit Rüstmaterial und Stufenkeilen unterbaut, um jegliche Bewegung des Fahrgestells zu verhindern.

Alle Seitenscheiben sowie die Frontscheibe werden als Erstversorgungsöffnung entfernt. Die geklebte Frontscheibe muss dabei mit einer Glassäge entfernt werden. Die Einsatzkräfte des Rettungsdienstes legen mehrere Infusionen und zum Schutz der Halswirbelsäule des Unfallopfers eine Halskrause an. Danach wird das Dach des Pkw vollständig abgetrennt, so dass der Notarzt vollen Zugang zum Patienten hat.

Um die Wirbelsäule des Fahrers möglichst nicht zu verwinden, legen die Einsatzkräfte ein sogenanntes KED-System (Stützkorsett) an, welches den Oberkörper und den Kopf des Patienten fixiert. Nach Freigabe durch den Notarzt kann der Fahrer von Kräften der Feuerwehr Höchstadt aus dem Pkw gehoben und vom Rettungsdienst übernommen werden.

Nachdem die primäre Aufgabe der Verletztenversorgung beendet ist, unterstützt die Feuerwehr die Polizeikräfte bei der Spurensicherung und Unfallaufnahme. Als Folgemaßnahme wird die Fahrbahn von auslaufendem Treibstoff und Betriebsflüssigkeit gereinigt. Nach Freigabe der Unfallfahrzeuge durch die Polizei werden die Unfallfahrzeuge vom Abschleppunternehmen übernommen, womit die Einsatzübung beendet wird.


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