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Sonnenblumenöl bringt Verkehr zum Stillstand

Geschrieben von Sebastian Hörrlein (kfv) am .

Verkehrsunfall Am Dienstagmorgen den 06.07.2010 wurde die Feuerwehr Erlangen, FF ER-Dechsendorf, FF Heßdorf,FF Herzogenaurach und wenig später die FF Höchstadt/Aisch alarmiert. Auf der BAB A 3 in Höhe der Anschlussstelle Höchstadt Ost hatte sich ein schweren Verkehrsunfall ereignet.

Nach den bisherigen Erkenntnissen der Polizei platze um 03:15 Uhr einem ungarischen LKW, der in Richtung Würzburg unterwegs war, ein Fahrzeugreifen. Der Fahrer verlor dabei die Kontrolle über sein Fahrzeug und durchbrach die Mittelleitplanken. Anschließend stürzte der mit 20 Tonnen Sonnenblumenöl beladene Lastzug um. Das Fahrzeug und die Ladung blockierten die Fahrbahnen in beiden Richtungen. Der Fahrer wurde leicht verletzt und konnte sich selbst befreien. Kurz hintereinander fuhren drei weitere Fahrzeuge, ein LKW und zwei PKW in die noch ungesicherte Unfallstelle. Ein mit fünf Personen besetzter PKW kollidierte nahezu ungebremst mit den Unfallfahrzeugen. Dabei wurden fünf Personen, drei von Ihnen schwer, verletzt.

Lageerkundung:

Den ersteintreffenden Kräften stellte sich folgende Lage: Ein Lastzug lag auf der Seite quer über die Fahrbahnstreifen auf beiden Fahrtrichtungen. Im Führerhaus des umgestürzten LKW war keine Person eingeklemmt. In einem PKW konnten fünf zum Teil schwerverletzte Personen angetroffen werden. Der Lastzug hatte kein Gefahrgut geladen!

Die Verletzten wurden durch die ersten FW- und RD-Einsatzkräfte befreit. Durch die nachfolgenden FW-Einsatzkräfte wurde eine weitflächige Ausleuchtung der Einsatzstelle vorgenommen. Weiterhin wurde durch die Feuerwehr Höchstadt/Aisch der Brandschutz sichergestellt. Mit Ölbindemittel wurde die Ausbreitung der Fzg-Betriebsstoffe und der flüssigen Ladung verhindert. Dieselkraftstoff wurde aus dem Tank des verunfallten LKW in Behälter abgepumpt. Bereits in die Abwasserkanalisation der Autobahn ausgelaufene Flüssigkeiten wurden aufgefangen. Zur Räumung des Ladegutes wurde schweres Gerät (Radlader) der THW-Einheiten aus Erlangen und Baiersdorf angefordert.

Die RLST Nürnberg und die ILS Bamberg alarmierten mehrere Rettungsmittel aus den umliegenden Rettungswachen. 5 RTW, 2 NEF, 1 ELW wurden primär zur Unfallstelle entsandt. Dies hatte zur Folge, dass das Stadtgebiet Erlangen von RD-Fahrzeugen aus Nürnberg und der westliche Landkreis ERH mit SEG-Fahrzeugen aus Höchstadt/Aisch abgesichert werden musste. Nach den notärztlichen Versorgungen der Verletzten wurden drei Personen in die Chirurgie nach Erlangen und zwei Personen ins KKH Höchstadt/A. verbracht.

Gegen 4:30 Uhr ereignete sich auf der BAB A 3 in Höhe der AS ER-West erneut ein schwerer Verkehrsunfall. In Fahrtrichtung Würzburg krachte ein Kleintransporter in das Stauende. Der Fahrer wurde dabei verletzt und eingeklemmt. Einheiten der Feuerwehr Erlangen wurden zu diesem Folgeeinsatz alarmiert. Erst gegen 10:30 Uhr konnten die Standspuren der beiden Fahrtrichtungen für den Verkehr eingeschränkt freigeben werden. Die letzten FW-Einheiten aus Höchstadt/Aisch verließen gegen 11:00 Uhr die Einsatzstelle. Mitarbeiter der Autobahnmeisterei Erlangen und einer Privatfirma vollzogen die aufwendigen Reinigungsarbeiten mit Kehrmaschinen. In den späten Nachmittagstunden wurden die Fahrspuren in beiden Richtungen wieder für den Verkehr freigegeben.


Eingesetzte Kräfte:
FF Höchstadt KdoW, LF 16, TLF 16/25 mit ÖSA, RW 2, MZF
FW Erlangen Ständige Wache ELW1/EFD, LF 16/12 B, RW 2, VRW, LKW
FF Erlangen-Stadtmitte SBI Walz, Besetzung der Wache
FF Dechsendorf LF 16, MZF
FF Heßdorf LF 16, MZF mit VSA
FF Herzogenaurach ELW, RW
Rettungsdienst
Polizei
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