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Rettungshubschrauber landete auf Festplatz in den Aischwiesen

Geschrieben von Andreas Dorsch am .

Rettungshubschrauber Die Höchstadter Feuerwehr sollte auf dem alten TSV-Sportgelände einen Landeplatz für einen Rettungshubschrauber ausleuchten. Weil das Tor versperrt war, musste kurzfristig umdisponiert werden.

Ein wahres Konzert von Martinshorn-Klängen schreckte am Donnerstagabend die Bewohner der Höchstadter Innenstadt. Die Ursache war das versperrte Tor zum alten TSV-Sportgelände am Treibweg.

Was war passiert? Ursprünglich ausgelöst hat den Einsatz die schwere Handverletzung eines Mannes, der in einen Holzspalter geraten war. Der Schwerverletzte wurde zunächst ins Krankenhaus nach Höchstadt eingeliefert. Dort entschieden die Ärzte, ihn umgehend in die Handchirurgie der Uniklinik Würzburg zu verlegen. Weil das möglichst schnell gehen sollte, wurde der Rettungshubschrauber alarmiert.

Um bei Dunkelheit sicher landen zu können, helfen den Hubschrauberpiloten die örtlichen Feuerwehren und leuchten einen Landeplatz aus. Dieser ist dann von oben sicher zu erkennen und kann gefahrlos vom Piloten angesteuert werden. Am Donnerstagabend sollte der Hubschrauber auf dem Fußballplatz am Kellerberg landen. Dorthin sei man beordert worden, berichtete Höchstadts Feuerwehrkommandant Wolfgang Glotz.

Wie Anwohner beobachteten, standen schnell mehrere Einsatzfahrzeuge auf der Zufahrt zum Sportplatz, kamen aber nicht weiter. Am großen Metalltor an der 400-Meter-Bahn war Endstation - das Tor war verschlossen. Weil Eile geboten und der Hubschrauber bereits im Anflug war, wurde umdisponiert und die Landung auf den Festplatz in den Aischwiesen verlegt. Für die Besatzungen der Feuerwehrfahrzeuge bedeutete dies Standortverlagerung. Wieder mit Blaulicht und Martinshorn ging es zum Festplatz. Dort war der Schwerverletzte schnell verladen und konnte nach Würzburg geflogen werden.

Für die Ausleuchtung eines provisorischen Hubschrauber-Landeplatzes haben die Feuerwehren ganz konkrete Vorgaben. "Dafür darf ausschließlich die Fahrzeugbeleuchtung verwendet werden", sagt Kommandant Glotz. Mit extra Scheinwerfern oder Lichtgiraffen könnte der Pilot geblendet werden. Von drei Ecken aus müssen Fahrzeuge den Landeplatz beleuchten, dazu kommt ein viertes Fahrzeug mit eingeschaltetem Blaulicht. Diese Szenerie weist den Piloten des Rettungshubschraubers den Weg.

Der Höchstadter Feuerwehrkommandant möchte künftig für nächtliche Hubschraubereinsätze nur noch den Festplatz als Landeplatz festschreiben. Der könne gut angefahren und ausgeleuchtet werden. Die Hubschrauberbesatzung in Nürnberg erklärte, dass die Aischwiesen ohnehin als nächtlicher Standard-Landeplatz in Höchstadt gelten.


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