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32-Jähriger stirbt bei Brand in Höchstadt

Geschrieben von Andreas Dorsch (ft) am .

Feuer Das Dachgeschoss eines Hauses in der Höchstadter Bergstraße ging am Donnerstagabend in Flammen auf. Für einen Bewohner kam jede Rettung zu spät.

Komplett ausgebrannt ist am Donnerstagabend gegen 22 Uhr das Dachgeschoss eines zweigeschossigen Wohnhauses in der Bergstraße in Höchstadt. Bei dem Brand kam der 32-jährige Sohn der Hauseigentümerin, die sich beim Ausbruch des Feuers im Erdgeschoss aufhielt, ums Leben. Die Suche nach der Ursache für den Brand dauerte am Freitag noch an.

Wie Höchstadts Polizeichef Jürgen Schmeißer noch in der Nacht vor Ort den Vertretern der Presse mitteilte, hatte eine auf der Bergstraße vorbeilaufende Zeugin den Brand bemerkt, die Hauseigentümerin im Erdgeschoss verständigt und Alarm geschlagen. Das Feuer im Dachgeschoss entwickelte sich sehr schnell zu einem Vollbrand. Der Dachstuhl stand lichterloh in Flammen. Für den Mann im Dachgeschoss kam jede Hilfe zu spät.

Nach acht Minuten am Brandort

Höchstadts Feuerwehrkommandant und Einsatzleiter Wolfgang Glotz sah schon bei der Anfahrt von Höchstadt-Süd zum Feuerwehrzentrum die Flammen aus dem Dachstuhl des Hauses in der Bergstraße schlagen. Von der Alarmierung bis zum Eintreffen der ersten Löschfahrzeuge am Brandort vergingen nur rund acht Minuten.

Nachdem schon in der ersten Meldung von einer vermissten Person die Rede war, drangen sofort Feuerwehrleute unter schwerem Atemschutz in das noch brennende Dachgeschoss vor, mussten ihre Suchaktion aber abbrechen, da bereits nach wenigen Metern Deckenteile einstürzten, berichtete Glotz. Den Leichnam des 32-jährigen Hausbewohners fanden die Rettungskräfte erst bei der anschließenden Begehung. "Wir haben unser Bestes getan, um der Person zu helfen", bedauerte Glotz.

Das brennende Dachgeschoss hatte die Feuerwehr bereits nach zehn Minuten gelöscht. Das war auch durch den Einsatz von zwei Drehleitern (aus Höchstadt und Adelsdorf) möglich, über die der Brand gezielt von oben bekämpft werden konnte.

Insgesamt waren 106 Feuerwehrleute - darunter rund 20 Atemschutzträger - aus den Wehren Höchstadt, Adelsdorf, Gremsdorf, Etzelskirchen und Medbach/Kieferndorf daran beteiligt. Daneben waren vor Ort noch 22 Rettungskräfte von BRK, Johannitern, Technischem Hilfswerk und der Polizei im Einsatz, wie Kommandant Wolfgang Glotz am Freitag mitteilte.

Als der Brand ausbrach, befanden sich nach den Ermittlungen der Polizei nur die Eigentümerin im Erdgeschoss und ihr Sohn im Dachgeschoss im Haus. Das im ersten Stock wohnende Paar weilte im Urlaub.

Weit über 100 000 Euro Schaden

Die Ursache des Brandes war auch am Freitag noch unklar. "Die Ermittlungen dauern an", sagte Pressesprecher Robert Sandmann vom Polizeipräsidium Mittelfranken auf Anfrage des FT. Ein Gutachten stehe noch aus. Den Schaden an dem Haus schätzt die Polizei auf "weit über 100 000 Euro".

Die Ermittlungen haben die Brandexperten der Erlanger Kripo übernommen. Pressesprecher Sandmann wollte sich nicht zu den ersten Vermutungen äußern, wonach der Brand nicht im Schlafzimmer ausgebrochen sein soll, in dem das Opfer schlief.


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