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Alter Tanker läuft wieder

Geschrieben von Jürgen Völlner am .

Oldtimer Im letzten Oktober stellte die Oldtimermannschaft des „Alten Tanker“ beim Motoranlassen leichte Rauchentwicklungen am 1 Zylinder auf der rechten Seite fest. Im warmen Zustand konnte weder ein Leistungsabfall noch eine Rauchentwicklung am Motor festgestellt werden.

In Dezember wurde der Zylinderkopf ausgebaut. Hier übertrafen sich die schlimmsten Befürchtungen. Der Kopf war zwischen Ein-und Auslassventil gerissen. Weitere Risse wurde an der Glühkerzen Bohrung lokalisiert.

Der Riss zwischen den Ventilen war ca. 3- 4 cm tief.

Nun ging die Suche nach einen gebrauchten Zylinderkopf mit der Bezeichnung „65R_Hy511“ los der für die Motorenbezeichnung „F6L 614“ passt. Leider konnte im Internet trotz intensiver Suche kein passender Zylinderkopf gefunden werden.

In der Höchstadter Landmaschinenwerkstatt Böckl bekam man die Adresse der Firma Seeger in Dettelbach, die Schäden am Zylinderkopf schweißen kann. Nach Aussage des Firmeninhabers ist es kein Problem den Zylinderkopf zu schweißen. Die Kosten würden sich bei ca. 500 Euro plus Steuer einpendeln.

Von der Firma Seeger bekam man wiederrum weitere Adressen, die den benötigten Zylinderkopf haben könnten. Daraufhin nahm man Kontakt zur Firma Steffens in Nordrhein Westfalen auf. Die Firma hatte 2 Zylinderköpfe vorrätig die aber für den Nachfolger Motor passten und bei uns größere Umbaumaßnahmen zur Folge gehabt hätten. So entschloss man sich, den bereits zugesandten Zylinderkopf wieder zurück zu schicken.

Der Vorstand nahm Kontakt zu einen befreundeten Oldtimerfreund in der Nähe von München auf. Dieser hat an einem seiner Fahrzeuge das gleiche Problem mit einen gerissenen Zylinderkopf. Ein Schweißen kam für Ihn wegen eines überteuerten Angebotes nicht in Frage. Aus diesem Grund kaufte er sich aus dem Internet gleich einen ganzen Oldtimer als Ersatzteilträger. Die Kosten für das Fahrzeug waren günstiger als das Schweißen vom Zylinderkopf. So hat der noch 5 Zylinderköpfe die in Ordnung sein sollten übrig. Gegen einen Freundschaftspreis könne man einen Zylinderkopf haben.

Auf der Heimfahrt vom Skiurlaub inspizierte Jürgen Völlner den Ersatzteilträger. Der vorgefundene Zylinderkopf hatte genau dieselbe Herstellerbezeichnung die für den „Alten Tanker“ benötigt wurde.

Aufgrund der kalten Witterung im Februar und März fuhren Gerhard Schockel, Roland Amon und Jürgen Völlner am 14. April nach Südbayern um den Zylinderkopf auszubauen. Im Gepäck hatten wir 4 volle Kunststoffboxen mit Zeitschriften und Magazinen aus der Sammlung unseres im letzten Jahr verstorbenen Ehrenmitglieds Raymund Völlner. Alle diese Zeitschriften ab den Jahr 1977 wurden unseren Oldtimerfreund und Feuerwehrsammler übergeben. Als Gegenleistung bekamen wir den benötigten Zylinderkopf kostenlos.

In der darauf folgenden Woche wurde der ausgebaute Zylinderkopf von Gerhard Schockel gereinigt und wieder einbaufähig gemacht.

Am Dienstag, den 24. April traf man sich um 17 Uhr im Feuerwehrhaus um den Motor wieder instand zu setzen. Aufgrund eines Einsatzes verschob sich der Einbau um etwa eine Stunde. Nachdem alle Teile wie Ansaugkrümmer, Abgaskrümmer angebracht wurden und auch das Ventilspiel eingestellt wurde war es gegen 20:30 Uhr soweit. Der Motor konnte gestartet werden. Nach einer kurzen Vorglühphase sprang der Motor ohne Komplikationen an.

Tags darauf wurden noch weitere Verkleidungsteile angebracht und eine Probefahrt durchgeführt. Hier lief alles wieder wie am Schnürchen und so konnte das Fahrzeug am Freitag zur Bremsensonderuntersuchung (BSU) vorgefahren werden. Diese wurde wie gewohnt ohne Mängel bestanden.

An der ganzen Aktion waren beteiligt: Harald Schütz, Gerhard Schockel, Roland Amon, Lothar Lux, Johannes Tohol und Jürgen Völlner