Donnerstag, 26 Nov 2020
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Chronik

 

Spielmannszuges der Freiwilligen Feuerwehr Höchstadt an der Aisch

 

Die 50er Jahre

Die ersten Überlegungen zur Gründung eines Spielmannszuges stammen aus dem Jahr 1952. Als die Freiwillige Feuerwehr Höchstadt am 17. und 18. Mai ihr 90jähriges Bestehen feiert, geben Musikanten aus anderen Städten den Ton an. So spielt unter anderem der damals zwei Jahre alte Spielmannszug der Patenwehr aus Herzogenaurach zum Fest auf und erfreut die Gäste. In den Reihen der Vorstandschaft um Kommandant Alois Schell und Vorstand Georg Butterhof entsteht der Wunsch, dass auch der Feuerwehr der Kreisstadt ein eigener Zug gut zu Gesicht stehen würde.

5 Männer verfolgen diese Idee weiter und gelten daher als Männer der ersten Stunde. Es sind dies: Georg Butterhof, Josef Dausch, Georg Dengler, Heinrich Butterhof und Alois Schell. Die Instrumente für die ersten Spielleute werden noch im gleichen Jahr durch Kreisbrandmeister Heinrich Butterhof, Kommandant Alois Schell und Vorstand Georg Butterhof in Höchstadt, Lonnerstadt, Mailach und Sterpersdorf teilweise für 10 bis 30 DM aufgekauft. Die Trommeln stammen noch von den Spielleuten des Jungvolkes. Da sie fast alle defekt sind, müssen sie erst hergerichtet werden. Der Trommler Josef Dausch übernimmt diese Aufgabe sowie zugleich die Ausbildung der Schlagwerker.

Unterstützung findet er hierbei in Georg Dengler. Als erste Übungsstätte dient das Kellerhäuschen Blauer Löwe. Eine eigentliche Gründung hat allerdings noch nicht stattgefunden. In einem Protokoll über eine Ausschuss-Sitzung der Feuerwehr vom 06.02.1953 schreibt Schriftführer Josef Schmitt: „Der II. Punkt der Tagesordnung behandelte die Aufstellung des schon längst geplanten Spielmannszuges.“

Im Mai 1953 ist es dann endlich soweit, obgleich ein genaues Datum nicht verzeichnet ist. Der Schriftführer hat leider genau bei diesem Protokoll den entsprechenden Eintrag nicht vermerkt. Da jedoch als erster Auftritt die Teilnahme am Feuerwehrfest in Frimmersdorf am 25.05.1953 belegt sowie bildlich festgehalten ist, muss der Mai 1953 als Gründungsdatum angesehen werden. Dies wird auch später in Berichten immer wieder bestätigt, leider allerdings auch hier ohne Angabe eines genauen Tages.

Auszug aus dem Protokollbuch der Feuerwehr 1946-1963

Auszug aus dem Protokollbuch der Feuerwehr 1946-1963


Das Bild über den ersten Auftritt des Spielmannszuges, der zunächst als reiner Trommlerzug geführt wird, zeigt von links nach rechts. Tambourmajor Josef Schmitt sowie die Trommler Georg Dengler, Hanno Völlner, Josef Dausch, Helmut Lang, Leo Völlner, Hans Scholian und Georg Gahl. Weiterhin sind dabei: Edmund Amon, Martin Hertrich, insgesamt also 10 Mann. Als Uniform dient in den Anfangsjahren die Feuerwehrkombi mit aufgenähten Schwalbennestern. Ab dem Frühjahr 1954 ergänzt sich durch den Einsatz von Pfeifern und Fanfarenbläsern das Klangbild. Die Ausbildung dieser beiden Gruppen übernimmt der Kapellmeister der Stadt, Paul Kwoczalla. Ab sofort sind wir ein kompletter Spielmannszug und finden bereits jetzt bei unseren Auftritten Applaus und Anerkennung. Im Tätigkeitsbericht vom 11.12.1954 erwähnt Kommandant Alois Schell, dass dem Spielmannszug 20 Aktive angehören.

Erster öffentlicher Auftritt beim Feuerwehrfest Frimmersdorf am 25. Mai 1953

Erster öffentlicher Auftritt beim Feuerwehrfest Frimmersdorf am 25. Mai 1953


Als aus Anlass der Feuerschutzwoche am 02.10.1955 ein Standkonzert in Verbindung mit der Stadtkapelle stattfindet, zeigt sich der Spielmannszug bereits in neuem Gewand, wobei jeder Spielmann selbst für die Kosten der Uniform aufkommen muss. In blauer Jacke und weißer Hose treten die Spielleute nunmehr auf. Diese Kombination prägt bis ins Jahr 2000 unser Erscheinungsbild. Und dennoch ist sie bis zuletzt eine Besonderheit, entspricht sie doch nicht der Feuerwehr-Dienstvorschrift für Bekleidungen.

Feuerschutzwoche 1955

Feuerschutzwoche 1955


Am 15.02.1957 erfolgt der Beitritt zum Fränkischen Musikbund.

Mitgliedskarte des Fränkischen Musikbundes aus dem Jahre 1957

Mitgliedskarte des Fränkischen Musikbundes aus dem Jahre 1957


Im Rahmen der 95-Jahr-Feier der Feuerwehr erhält Josef Dausch für seine Verdienste um den Spielmannszug die silberne Nadel des Musikbundes. Bei der Generalversammlung der Feuerwehr am 31.03.1957 im Schwanensaal teilt der Vorsitzende des Musikausschusses Konrad Geier mit, dass 22 Mann dem Zuge angehören. Einen Musikausschuss gibt es zu dieser Zeit deswegen, weil vom 25.03.1956 bis 07.04.1964 die Stadtkapelle zur Verhinderung einer Auflösung als Feuerwehrkapelle in die Feuerwehr aufgenommen wird.

Am 16.06.1957 schlägt der Spielmannszug ein neues Kapitel seiner Geschichte auf. Man unterzieht sich erstmals einem Wertungsspiel. Beim fränkischen Bundesmusikfest, ausgetragen vom Musikverein Kasendorf, erreicht man das Prädikat „Sehr gut mit Lob“.

Beim Wertungsspiel in Kasendorf erreichte man das Prädikat „Sehr gut mit Lob“

Beim Wertungsspiel in Kasendorf erreichte man das Prädikat „Sehr gut mit Lob“


Bis in unsere Zeit ist die Teilnahme an Wertungsspielen eine Überprüfung des musikalischen Könnens durch hochrangig qualifizierte Musikdozenten. Aber auch damals wie heute gelingt es immer wieder, neben Proben und Auftritten das gesellige Beisammensein nicht zu vernachlässigen. So unternimmt man am Vatertag 1957 mit der DJK „Eintracht“ einen Ausflug nach Saltendorf. Doch auch hier steht die Ausübung der Musik natürlich im Vordergrund (hehe!).

Ausflug Vatertag 1957 nach Saltendorf

Ausflug Vatertag 1957 nach Saltendorf


In diesen Jahren sind die Spielleute oft und gerne unterwegs. Unvergessen von vielen sind hier nur die Musikfeste im bereits erwähnten Kasendorf sowie in Stockheim, Ostheim v.d. Rhön, Schonungen, Ludwigsstadt und Warmensteinach genannt.

Bundesmusikfest Warmensteinach 1959

Feuerwehrfest Burgebrach 1959

Feuerwehrfest Traunstein 1959

Bundesmusikfest Warmensteinach 1959

Feuerwehrfest Burgebrach 1959

Feuerwehrfest Traunstein 1959


Am 17. und 18.05.1958 wird in Höchstadt ein Bundesmusikfest des Fränkischen Musikbundes aus Anlass des 75jährigen Bestehens der Feuerwehrkapelle gefeiert. 40 Kapellen und 8 Spielmannszüge sind zum größten Musikfest in der Geschichte der Stadt gekommen.

 

Die 60er Jahre

Durch stetiges Proben wird die musikalische Entwicklung immer weiter vorangetrieben, der Spielmannszug immer bekannter. Sowohl in Stadt und Landkreis, aber auch über diese Grenzen hinaus, findet der Zug immer mehr Beachtung und Anerkennung. Beim 1. Bayerischen Landesmusikfest 1960 in Erlangen erhalten wir beim Marschmusikwettbewerb als beste aller Teilnehmergruppen das Prädikat „1. Rang mit Auszeichnung“.

Den Festzug anlässlich des 100jährigen Gründungsjubiläums der Feuerwehr Bamberg mit über 3000 Teilnehmern führt unser Spielmannszug an. Beim Fest in Stockheim am 07.08.1960 wird Josef Dausch aufgrund seiner aufopfernden Arbeit für die Musik durch den Präsidenten des Musikbundes (der inzwischen vom Fränkischen in den Nordbayerischen Musikbund umbenannt wurde), Georg Heinlein, die goldene Ehrennadel verliehen.

Marschmusikwettbewerb 1960 in Erlangen

Fest in Stockheim

Treffen der fränkischen Feuerwehrspielmannszüge Neustadt a. d. Aisch 1962

Marschmusikwettbewerb 1960 in Erlangen Fest in Stockheim

Treffen der fränkischen Feuerwehrspielmannszüge Neustadt a. d. Aisch 1962


1962 – Jubeljahr. Die Freiwillige Feuerwehr Höchstadt feiert am 26. und 27.05. ihr 100jähriges Bestehen und ist damit die älteste Feuerwehr des Landkreises Höchstadt an der Aisch. 2500 Personen beteiligen sich am Festzug, darunter auch ein großer Teil der fränkischen Feuerwehrspielmannszüge. Diese haben sich im Vorfeld bei ihrem Treffen in Neustadt/Aisch auf das Gründungsfest vorbereitet. Die Presse berichtet von einem einmaligen Fest für Stadt und Landkreis.

  Festzug 1962  
  Festzug 1962  
Spielmannszug im Jubeljahr 1962 mit Ausbilder Paul Kwoczalla Feuerwehrfest Höchstadt 1962 Empfang der Gastvereine

Spielmannszug im Jubeljahr 1962 mit Ausbilder Paul Kwoczalla

Feuerwehrfest Höchstadt 1962

Empfang der Gastvereine


Aber nicht nur positive Nachrichten sind in diesem Jahr zu vermerken. Aufgrund vereinsinterner Spannungen droht die Auflösung des Spielmannszuges. Die Wogen können geglättet werden, doch 4 langjährige Mitglieder erklären ihren sofortigen Austritt. In der Monats-versammlung der Aktiven am 12.09.1962 gibt Leiter Josef Dausch bekannt, dass die Krise überwunden ist und der Spielmannszug nunmehr wieder auf festen Beinen steht.

Als Josef Dausch 1963 erkrankt, übernimmt Andreas Lang kommissarisch die Aufgaben des 1. Leiters. 1964 verstirbt Josef Dausch. Der damalige Vorstand Georg Butterhof spricht von einer nicht zu schließenden Lücke. Doch das bisher Erreichte soll fortgeführt werden. Mit Dieter Zwingel übernimmt ein neuer Leiter die Geschicke des Spielmannszuges.

Bei einem Ausflug nach Miesbach am 04. und 05.09.1965 werden seitens des Spielmannszuges mit der dortigen Feuerwehr freundschaftliche Bande geknüpft. Durch gegenseitige Besuche wird diese Kameradschaft in den Folgejahren vertieft. In der Generalversammlung der Feuerwehr am 26.04.1967 wird mitgeteilt, dass die Spielstärke des Spielmannszuges 34 Personen umfasst. Anlässlich des 100. Geburtstages der Patenfeuerwehr Burgebrach am 12. und 13.07.1969 ist auch der Spielmannszug an beiden Tagen im Einsatz und umrahmt die vielfältigen Festveranstaltungen.

Feuerwehrfest Burgebrach 1969 Aus den 60er Jahren Aus den 60er Jahren

Feuerwehrfest Burgebrach 1969

Aus den 60er Jahren

Aus den 60er Jahren


Die 70er Jahre

Ein Großereignis kündigt sich an. Vom 18.-21.06.1971 findet in Höchstadt das Bundesmusikfest des Nord-bayerischen Musikbundes verbunden mit dem 9. Spiel-mannszugtreffen statt.

Flugblatt zum Musikfest

Flugblatt zum Musikfest


Präsident Georg Bayer lobt in seiner Ansprache den guten Leistungsstand der teilnehmenden Musikgruppen und fordert die Musikfreunde auf, treu zu ihrem Verein zu halten. Im November 1971 wechselt die Führung des Spielmannszuges. Gottfried Kratz übernimmt die „Amtsgeschäfte“ bis in das Jahr 1973. Eine weitere Veränderung findet 1973 statt. Beim 100jährigen Bestehen der Feuerwehr Tegernsee spielen erstmals Mädchen als Flötenspielerinnen mit.

1973 zum ersten mal Mädchen als Flötenspielerinnen

1973 zum ersten mal Mädchen als Flötenspielerinnen


Ab 1974 leitet Georg Schleupner das klingende Herz der Feuerwehr. In diesen 70er Jahren ist der Spielmannszug auf vielerlei Festen und bei Ständchen präsent. Weitere Ansprüche hat man sich jedoch nicht auferlegt. Man probt zwar fleißig und regelmäßig, eine musikalische Weiterentwicklung findet allerdings nicht statt. Indiz hierfür ist auch, das man von 1970 bis zum Jahr 1983 an keinem Wertungsspiel mehr teilnimmt. Dafür ist am 17.11.1977 ein großes Problem für alle Zeiten gelöst. Mit dem Bezug des neuen Feuerwehrgerätehauses an der Großen Bauerngasse hat nunmehr auch der Spielmannszug ein bleibendes Domizil gefunden. Am 09. und 10.09.1978 wird das Haus mit einer großen Feier eingeweiht. Als am 19.05.1979 Günther Katzenberger im Auftrag des Nordbayerischen Musikbundes zu einer Arbeitstagung der Spielmannszüge aufruft, ist dies auch für uns der Einstieg in einen neuen Abschnitt. Dieser Tagung folgen wenig später erste Seminare. Man spürt, dass sich diese neue Art der Ausbildung positiv auf den Zug auswirkt und ist „heiß“ auf all das, was vom Musikbund an Veranstaltungen angeboten wird.

Fasching 1970 Herbert Zimmermann Aus den 70er Jahren Feuerwehrfest Heroldsberg 1975

Fasching 1970 Herbert Zimmermann

Aus den 70er Jahren

Feuerwehrfest Heroldsberg 1975

Probe im Kellerraum Dengler 1977   Einweihung Gerätehaus 1978

Probe im Kellerraum Dengler 1977

 

Einweihung Gerätehaus 1978

 

Die 80er Jahre

1980 wird Georg Feuerlein zum 1. Leiter des Spielmannszuges gewählt. Die eingeschlagene Richtung wird weitergeführt. Durch den „Partner“ Nordbayerischer Musikbund wird die Qualität innerhalb der Ausbildung und Leistung immens angehoben. 1982 verstärkt sich diese Entwicklung durch die Gründung des Stabführerkorps, an dem Mitglieder unseres Zuges beteiligt sind. Bei der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr 1984 berichtet Georg Feuerlein von 7 besuchten Lehrgängen des Bundes sowie 4 abgelegten Leistungsabzeichen. Durch den konsequenten Ausbau der Fertigkeiten traut man sich 1984 auch wieder seit langer Zeit, an einem Wertungsspiel teilzunehmen. Beim 7. Bundestreffen der Spielmannszüge des NBMB in Riedenberg erreicht man in der Unterstufe einen 2. Rang. Einen Höhepunkt stellt die Teilnahme an der Großveranstaltung „10 Jahre Landesverband Singen und Musizieren“ im Jahre 1986 in Regensburg dar. Der „Siegeszug“ bei Wertungsspielteilnahmen setzt sich fort. Bereits 1987 hat man in der Mittelstufe gemeldet und erspielt sich in Bubenreuth einen 1. Rang mit Auszeichnung. Vom 12. bis 20.09.1987 feiert die Feuerwehr Höchstadt ihr 125jähriges Gründungsfest verbunden mit dem 35. Geburtstag des Spielmannszuges.

Faschingsumzug Höchstadt 1980 Bergkirchweih Erlangen 1980 Siedlerkirchweih Höchstadt-Süd 1984

Faschingsumzug Höchstadt 1980

Bergkirchweih Erlangen 1980

Siedlerkirchweih Höchstadt-Süd 1984

Kreismusizieren Erlangen 1986 Feuerwehrfest Höchstadt 1987 Faschingskehraus im Gerätehaus 1988

Kreismusizieren Erlangen 1986

Feuerwehrfest Höchstadt 1987

Faschingskehraus im Gerätehaus 1988

 

Die 90er Jahre

Die Erfolgsstory geht weiter. Bei den Wertungsspielen ist man inzwischen in der Oberstufe angelangt. Bei der Premiere in dieser Klasse erreicht man beim Bundesmusikfest in Stadtsteinach 1990 einen hervorragenden   1. Rang mit Belobigung. Nach dem Fall der Mauer werden nunmehr offiziell Kontakte zur Feuerwehr Kranichfeld in Thüringen hergestellt. Bislang erfolgten diese mehr über Privatpersonen. Am 23.09.1990 spielen wir dort im Rahmen eines Festzuges erstmals auf. Inzwischen treffen sich die Wehren beider Städte regelmäßig zum Erfahrungsaustausch und zur Kameradschaftspflege. Im Jahr 1993 übergibt Georg Feuerlein nach über zehnjähriger Tätigkeit die Leitung an Peter Baier. Am 06. und 07.05.1994 beteiligt sich der Spielmannszug am 7. Bundeswertungsspielen des Deutschen Feuerwehrverbandes in Rietberg. Bei diesem Treffen von fast 2000 Musikern aus dem gesamten Bundesgebiet vertritt unser Zug als einziger bayerischer Teilnehmer den Freistaat und erspielt sich eine Silbermedaille. Selbst Ministerpräsident Edmund Stoiber gratuliert in einer persönlichen Widmung zum Erfolg.

Edmund Stoiber gratuliert in einer persönlichen Widmung zum Erfolg

Edmund Stoiber gratuliert in einer persönlichen Widmung zum Erfolg


Am 24.09.1994 präsentiert sich das Stabführerkorps des Nordbayerischen Musikbundes, darunter auch vier Höchstadter Spielleute, bei einem Konzert in der Aischtalhalle der Öffentlichkeit. Die Zuhörer sind ob der Vielfalt der gebotenen Kunst begeistert. Aufgrund der hervorragenden Ausbildungsarbeit wird uns durch den Landesstabführer Siegbert Sendner die Aufgabe übertragen, für die Musiker der fränkischen Feuerwehrspielmannszüge einen Tageslehrgang durchzuführen. Dieser findet erstmals am 25.03.1995 in unserem Gerätehaus unter Leitung von Bezirksstabführer Jürgen Glotz statt. Ist man sich im Vorfeld allerorten über die Notwendigkeit einer solchen Veranstaltung einig, so kommen doch zu diesem ersten Lehrgang lediglich 9 Teilnehmer aus Oberkotzau und 6 Teilnehmer aus Herzogenaurach. Dennoch werten alle Spielleute diesen Einstieg in eine neue Art der Weiterbildung als Erfolg und weitere Lehrgänge werden folgen. Am 28.10.1995 ernennt die Feuerwehr Höchstadt Heinrich Butterhof zum Ehrenvorsitzenden. Aufgrund seiner Verdienste wird unser Heiner – der übrigens an diesem Tag seinen 75. Geburtstag feiert – auch zum Ehrenmitglied des Spielmannszuges. Er hat diesen Zug mit aufgebaut, aber wie kein anderer über all die Jahre hinweg auch an diesen geglaubt und gefördert.

Bundeswertungsspielen des Deutschen Feuerwehrverbandes in Rietberg

Feuerwehr Höchstadt ernennt Heinrich Butterhof zum Ehrenvorsitzenden

Bundeswertungsspielen des Deutschen Feuerwehrverbandes in Rietberg Feuerwehr Höchstadt ernennt Heinrich Butterhof zum Ehrenvorsitzenden


Die Qualität der Ausbildung im Höchstadter Spielmannszug veranlasst  den bayerischen Landesfeuerwehrverband dazu, Spielleute bei uns Schulen zu lassen. Daher findet am 08.11.1997 ein erster Tageslehrgang statt, an dem sich 80 Musiker beteiligen. Auch diese erfolgreiche Schulungsreihe findet alljährlich ihre Fortsetzung. Ein Flötenquartett (Andrea und Anita Glotz, Evelyn Berier und Gertrud Böckl) erspielen sich beim Kammermusikwettbewerb 1997/98 des Bayerischen Musikbundes das Prädikat 1. Rang mit Auszeichnung. Einen weiteren Höhepunkt stellt das gemeinsame Konzert mit der Stadtkapelle Höchstadt am Muttertag 1998 dar. Dabei haben beide Gruppen nicht nur einzeln musiziert, sondern auch gemeinsam einstudierte Werke vorgetragen. Am 05.03.1999 übergibt der Spielmannszugleiter Peter Baier die Geschäfte an seine Nachfolgerin Liselotte Prosch.

Altstadtfest Höchstadt 1990

Wertungsspiel Cham 1991

Faschingsumzug Höchstadt 1992

Altstadtfest Höchstadt 1990

Wertungsspiel Cham 1991

Faschingsumzug Höchstadt 1992

Landesmusikfest Füssen 1995

Spielmannszugtreffen Oberkotzau 1999

Rosenfest Kranichfeld 1999

Landesmusikfest Füssen 1995

Spielmannszugtreffen Oberkotzau 1999

Rosenfest Kranichfeld 1999



Die Jahre ab 2000

Beim Neujahrsempfang der Stadt Höchstadt am 30.01.2000 erhalten wir aus den Händen des Bürgermeisters Gerald Brehm eine Auszeichnung für die geleistete Arbeit.

Vom 24.-26.03.2000 begeben sich die Musiker zu einem Ausbildungswochenende nach Pottenstein. Hierbei zeigt sich, dass durch Lernen und Üben in „kompakter“ Form Fortschritte sehr viel schneller zu erzielen sind.

Neujahrsempfang der Stadt Höchstadt 2000

Ausbildungswochenende in Pottenstein

Neujahrsempfang der Stadt Höchstadt 2000 Ausbildungswochenende in Pottenstein


Die Leitung des Zuges übernimmt ab 12.05.2000 Jürgen Glotz, der bereits seit vielen Jahren den Posten des stellvertretenden Leiters innehat.

Am 01.06.2000 erfüllt sich für die Spielleute ein lang gehegter Traum. Am Himmelfahrtstag wird erstmals die neue Tracht der Öffentlichkeit vorgestellt. Nach der Segnung durch Stadtpfarrer Kilian Kemmer besteht bei der Fahrzeugweihe sowie dem Grillfest der Feuerwehr die Gelegenheit, neben der musikalischen Qualität nunmehr auch einen optischen Blickfang zu präsentieren.

Neue Tracht der Öffentlichkeit vorgestellt

Neue Tracht der Öffentlichkeit vorgestellt


Beim 8. Bundeswertungsspielen des Deutschen Feuerwehrverbandes am 23.06.2000 in Augsburg nimmt der Spielmannszug als einziger Vertreter des Freistaates Bayern teil. Pünktlich um 11 Uhr steht man auf der Bühne der Schulturnhalle. Zum Vortrag kommen die Oberstufenstücke „Hot and sweet“ von Klaus Tippenhauer sowie die „Berlin-Fanfare“ von Helmut Sommerer. Bis zur Bekanntgabe des Gesamtergebnisses wird die freie Zeit mit einem Besuch der Altstadt überbrückt. Um 17 Uhr heißt es dann Aufstellung aller Musikgruppen zum Zug auf den Schulsportplatz. Nachdem alle Musiker ihren Standpunkt erreicht haben, folgen kurze Ansprachen. Nun wird es aber spannend, denn die Wertungsergebnisse werden in alphabetischer Reihenfolge der Herkunftsorte bekannt gegeben. „Der Spielmannszug Höchstadt erspielt sich eine Goldmedaille“. Der Jubel kennt keine Grenzen. Mit dieser höchsten Auszeichnung werden alle Mühen im Vorfeld belohnt.

Erich Reichel, Bezirksstabführer von Oberbayern kommentiert den Erfolg mit den Worten: „Dieser Spielmannszug ist unser Aushängeschild!“

Wertungsspiel Augsburg 2000 Jubelszenen nach Bekanntgabe des Ergebnisses Monika Baier bekam von Bernd Pawelke Vizepräsident DFV die Goldmedaille

Wertungsspiel Augsburg 2000

Jubelszenen nach Bekanntgabe des Ergebnisses

Monika Baier bekam von Bernd Pawelke Vizepräsident DFV die Goldmedaille


Im Rahmen der Vorbereitungen auf den 50. Geburtstag unseres Zuges wird am 01.09.2000 zum ersten Ehemaligentreffen eingeladen. Einer von ihnen ist Hans Stark, der – von der Idee begeistert – keine Gelegenheit versäumt, jede und jeden der früheren Spielleute anzusprechen und einzuladen. Aber auch beim Besorgen von Bildern oder Adressen ist der „Hansi“ unermüdlich.

Lothar Lux und Theo Schulz beim Auffrischen ihrer Trommelkünste

Ehemalige im Proberaum

Lothar Lux und Theo Schulz beim Auffrischen ihrer Trommelkünste

Ehemalige im Proberaum


Inzwischen ist Höchstadt zu einem Ausbildungsmekka für bayerische Spielmannszüge geworden. Waren es anfänglich die Musiker der fränkischen Feuerwehren, die von Spielleuten unseres Zuges ausgebildet werden, hat sich mittlerweile auch der Landesfeuerwehrverband Bayern bei uns eingerichtet. Um auch selbst weiter voran zu kommen und die Fertigkeiten zu verbessern, fahren wir vom 02.-04.03.2001 zu einem Klausurwochenende in die Feuerwehrschule Regensburg.

Die Anstrengungen werden bei der Teilnahme am 3. Deutschen Bundesmusikfest der Bundesvereinigung Deutscher Blasmusikverbände in Friedrichshafen am 04.06.2001 mit dem Prädikat „Sehr gut“ belohnt.

Am 21.03.2002 wird dem  1. Bürgermeister der Stadt Höchstadt, Gerald Brehm, die Schirmherrschaft für unser Fest übertragen. Brehm bezeichnet später den Mai 2003 als „Monat des Jahrtausends“ – und wir mittendrin.

Klausurwochenende in der Feuerwehrschule Regensburg 2001 Bundesmusikfest in Friedrichshafen  Gerald Brehm (Bürgermeister der Stadt Höchstadt) wird die Schirmherrschaft für unser Fest 2003 übertragen
Klausurwochenende in der Feuerwehrschule Regensburg 2001 Bundesmusikfest in Friedrichshafen

Gerald Brehm (Bürgermeister der Stadt Höchstadt) wird die Schirmherrschaft für unser Fest 2003 übertragen


Das letzte der bisherigen Wertungsspiele endet beim 9. Bayerischen Landesmusikfest am 12.05.2002 in Bamberg mit einer Auszeichnung.

Mit der Einspielung einer eigenen CD „Jubilee“ hat man vom 25. bis 27.10.2002 ein weiteres Ziel verwirklicht.

Bayerisches Landesmusikfest in Bamberg

Halloween Party 2000

80. Geburtstag Heinrich Butterhof 2000

Bayerisches Landesmusikfest in Bamberg

Halloween Party 2000

80. Geburtstag Heinrich Butterhof 2000

60. Geburtstag Hans Stark

Kulturwochen 2001

Königsproklamation 2002

60. Geburtstag Hans Stark Kulturwochen 2001

Königsproklamation 2002