Dienstag, 04 Aug 2020
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Spielmannszug der FF Höchstadt spielte zur Grande Parata 2007

in der Vatikanstadt Rom in erster Reihe

 

Die Spielleute erspielten sich jeden Tag einen neuen beeindruckenden Höhepunkt in Rom

 

Vom 24. bis zum 28. Mai 2007 waren die Spielleute vom Spielmannszug der FF Höchstadt zu einer internationalen Musikparade anlässlich des 80. Geburtstages Seiner Heiligkeit Papst Benedikt XVI in Rom und im Vatikan. Insgesamt spielten 1.000 Musiker aus Deutschland und Österreich den Papst die Geburtstagsklänge unter der Schirmherrschaft von Associazione Internationale Amici della Musica Sacra (Internationale Vereinigung der Kirchenmusikfreunde).

 

Am Donnerstagabend um 20.00 Uhr machten sich insgesamt 67 Spielleute incl. Fans mit dem Bus auf den Weg nach Rom. Nach der Ankunft am Freitag und Bezug des Hotels fuhren wir in die Stadt Rom in den Vatikan. Der erste Höhepunkt wartete bereits auf uns. Wir zogen als erstes Musikorchester durch die Vatikanstadt und anschließend durch den Seiteneingang in den Petersdom ein. Überwältigt von der Größe und der Schönheit nahmen wir die vordersten Plätze im Petersdom ein.

 

Unsere Fahnenabordnungen bekamen einen ehrwürdigen Platz: Sie durften sich im Altarbereich positionieren. Nach der Begrüßung durch Monsignor Angelo Comstri, Generalvikar des Papstes für die Vatikanstadt kam unser Blutdruck langsam zur Ruhe. Der gesamte Gottesdienst wurde von den Musikern abwechselnd musikalisch umrahmt. Zelebriert wurde der Gottesdienst vom Weihbischof Dr. Heiner Koch aus Köln. Er gab in seiner Predigtrede zum Ausdruck, dass er die Musiker sehr gut kennt. Während der Kommunion spielten dann die Spielleute aus Höchstadt das Stück Musica piccola von Hans Orterer. Nach den Schlussworten verkündete der Organisator von Courtial International, dass alle Musikgruppen mit Musik über das Hauptportal ausziehen dürfen. Über den Mittelgang zogen die Höchstadter Spielleute, voran mit Ihren 6 Fahnen, mit dem Coburger Hosias Marsch, als erstes durch ein Spalier von Menschenmassen hinaus auf den riesigen und monumentalen Petersplatz. Alleine dieser Moment wird allen Beteiligten noch sehr lange in Erinnerung bleiben. Nach dem Ausmarsch über den Petersplatz stellten sich die Spielleute zum 1. Gruppenfoto auf. Anschließend machten sich die Musiker auf den Weg zum Hotel und kamen um 20:30 Uhr zum wohlverdienten Abendessen nach einen 24 Stunden Tag an.

 

Am Samstagvormittag hatten alle Zeit, um eine organisierte Stadtführung mitzumachen. So ging es vom Petersplatz zur Engelburg, über die Engelsbrücke zu vielen bekannten Sehenswürdigkeiten in Rom. Um 16:00 Uhr startete dann die internationale Musikparade durch Rom. Aufgestellt wurde sich auf der bekannten Via della Conziliazone, die direkt zum Petersplatz führt. Die 6-spurige Straße wurde extra für diese Parade gesperrt. Hier hatten wir einen weiteren Ehrengast in unseren Reihen. Herr Dekan Kilian Kemmer reiste extra nach Rom, um mit uns zusammen die Parade anzuführen und die Geburtstagsglückwünsche aus Höchstadt zu überbringen. Während der rund zweistündigen Parade schwitzten wir sehr. Zum einem vom Wetter her und zum anderen natürlich vor Aufregung. Welche Ehre für uns an so einem „Geburtstagsständchen“ teilzunehmen. Nach der „Großen Parade“ stellten sich alle Beteiligten vor dem Petersplatz auf und spielten der vor zahlreichen Honoratioren, angeführt von der ersten Bürgermeisterin der Stadt Rom, unter der Leitung von Herrn Kindel die Europahymne. Der Tag war aber noch nicht zu Ende! Mit Marschmusik ging es dann zur Engelsburg, an der unter Bäumen eine „Pasta-Party“ für alle 1.000 Musiker stattfand. Gegen 21.30 Uhr fuhren wir wieder glücklich und voll zufrieden zum Hotel zurück.

 


Der Sonntag startete dann mit einem kleineren Festumzug zum Petersplatz. Dort angekommen, spielten alle Musikorchester „Großer Gott wir loben Dich“ bis um 12.00 Uhr. Mittlerweile hatten sich rund 200.000 Menschen auf dem Petersplatz eingefunden. Unser Dekan Herr Kemmer kommt aus dem Petersdom – er hat den Gottesdienst mitzelebriert. Dann kam der lang ersehnte Moment – der Papst spricht das „Regina-Coeli-Gebet“. Der Heilige Vater begrüßt alle Musiker und alle Anwesenden in ihrer jeweiligen Sprache. Die bewegten Gesichter sprachen alles aus. Die Europahymne erklingt – Papst Benedikt XVI bedankt sich von Herzen und möchte schon vom Fenster weggehen. Da ertönt die Bayernhymne. Der Heilige Vater kehrt wieder um, denn diese Hymne ist für Ihn wie ein Gebet, wie uns der persönliche Sekretär des Papstes Prälat Dr. Georg Gänswein bei der anschließenden Audienz im Vatikan verrät. Papst Benedikt bedankt sich nochmals ausdrücklich, zieht sich zurück und die Musiker ziehen mit Marschmusik wieder aus. Die anschließende Privataudienz mit Herrn Prälat Dr. Gänswein wird von vielen Fernsehsendern aufgenommen, unter anderem auch vom Bayerischen Rundfunk. Er unterhält sich mit unseren Kindern und natürlich auch mit dem Leiter des Spielmannszuges Jürgen Glotz. Den Nachmittag verbringen wir dann mit einer Stadtführung und am Abend besuchen wir nochmals den Dom. Herr Dekan Kemmer erklärt uns die Entstehung des Doms, führt uns zu den Papstgräbern und besichtigt mit uns den Dom. Voller Ehrfurcht betreten wir diese heilige Stätte. Jetzt erst empfinden wir die Größe und die Macht, die von der größten Kirche der Welt ausgeht. Mit Hingebung erzählt uns unser Dekan den Sündenerlass, die Fußberührung des Heiligen Petrus und die Statue des Bildhauers und Malers Leonardo da Vinci. Wir sind Stolz, dass uns Herr Dekan Kemmer nach Rom begleitet hat. Am Mittwoch übergab er während einer Privataudienz beim Heiligen Vater, den wir leider nicht mehr beiwohnen konnten, die Glückwünsche unserer Pfarrei. Vielen herzlichen Dank auf diesem Weg dafür. Nach dem Abendessen in der italienischen Metropole fahren wir anschließend über München Richtung Heimat.

 

 

In München spielten die Spielleute noch im Englischen Garten am Chinesischen Turm ein Ständchen.

 

Gleichzeitig wurden alle Details für einen Auftritt am 16. Juni in München am Chinesischen Turm geklärt. Nach dem 2. Frühstück mit Weißwurst und Weißbier ging es dann noch in die Allianzarena zu einer Businesstour. Hier wurden dann noch die Sitze im Stadion getestet und die Kabinen der Löwen und der Bayernspieler besichtigt. So kamen wir als Botschafter der Stadt alle wieder zusammen gesund in unserer Heimstadt Höchstadt an.

 

Dieses Wochenende wird für jeden Teilnehmer ein unvergessliches Erlebnis bleiben.

 

Wir werden noch einige Zeit brauchen um die erlebten Eindrücke zu verarbeiten.